Wargaming bannt Spieler wegen Modifikationen

World of Tanks: Das Spiel zählt derzeit zu den erfolgreichsten der Branche

Halle (Saale)

Der weißrussische Spiele-Entwickler Wargaming sorgt für Verwirrung in der World-of-Tanks-Community. Nach Angaben der Seite WG-News wurden bereits bekannte deutsche Youtuber und Streamer gebannt, die Modifikationen für das Spiel benutzten. „World of Tanks” zählt mit mehr als 60 Millionen registrierten Spieler zu den erfolgreichsten Online-Spielen.

Diese sogenannten Mods werden meist von Hobby-Entwicklern programmiert und können bestimmte Spielvorteile verschaffen. Beispielsweise kann ein Mod die Nachladezeit des gegnerischen Panzers über dem Fahrzeug anzeigen.

Bekannte Spieler und Streamer gebannt

Zu den Betroffenen gehört der deutsche Youtuber „Riokatlp“ und ein Streamer des Clans „Odem Mortis“. Interessant dabei ist, dass der Clan „Odem Mortis“ selbst ein Modpack für WoT-Spieler anbietet. Auf Nachfragen an Wargaming bezüglich verbotener Mods hätten die Verantwortlichen jedoch keine Antwort erhalten.

Das stiftet Verwirrung unter den Spielern. Denn Wargaming benennt nicht eindeutig, welche Mods verboten sind. Allerdings könnte man auch selbst darauf kommen. Denn in der Endbenutzer-Lizenzvereinbarung steht: Modifikationen, die dem Spieler unfaire Vorteile verschaffen, seien nicht erlaubt.

Messen mit zweierlei Maß

Dass es nun ausgerechnet Leute trifft, die im Fokus der Öffentlichkeit stehen, ärgert die Community. Damit hebelt Wargaming das Prinzip der Gleichbehandlung aus. Derzeit gebe es nämlich kein Tool, das alle Spieler auf unerlaubte Modifikationen hin überprüft, wie es beispielsweise Valve mit seinem Anti-Cheat-Programm VAC praktiziert. Und überdies muss sich Wargaming den Vorwurf gefallen lassen, dass nun einerseits gegen Mods vorgegangen wird, aber andererseits von der Community entwickelte Modifikationen in das Hauptspiel integriert wurden. Hier misst Wargaming offenbar mit zweierlei Maß.

Gerücht um Erlaubnis-Key

Kürzlich streute der bekannte Clan Kazna Kru, dem auch etliche deutsche Spieler angehören, das Gerücht, Wargaming plane, für die Erlaubnis der Mod-Entwicklung eine Art Key zu vergeben. Victor Kislyi, CEO von wargaming.net, dementierte das Gerücht nicht. (mz/mik)

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Foto: Wargaming
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